Erfolgreich Auswandern 4: Svenja (3x)

Svenja und Thomas meldeten sich am 12.04.2021 bei mir. Am 02.07.2021 erhielten sie ihr Daueraufenthaltsvisum für Mexiko und reisten danach aus. Wann genau, lasse ich im vorliegenden Fall weg, genauso wie das genaue Alter. Denn: Svenja war Polizistin und hat rechtzeitig erkannt, dass sie ihr Leben ändern muss! Und den Behörden in Nordkorea 2.0 gebe ich keine Informationen. Hier nun die Erfolgsgeschichte von Svenja’s Familie.

Lieber Klaus,

ich möchte mir nun endlich Zeit nehmen, dir und vielleicht auch deinen Lesern, zu berichten, wie es uns geht:

Heute vor 12 Wochen haben wir Deutschland verlassen und leben seitdem in Mexiko. Es war die beste Entscheidung, die wir getroffen haben. Was wir in der letzten Zeit erlebt haben, ist wahnsinnig bereichernd für uns. Und was Entscheidungen mit sich bringen, ist eine unglaubliche Kraft. Die braucht man auch für diesen Schritt – andere Kultur, andere Sitten, Veränderungen, neue Sprache usw. – deine Abonnenten wissen das, wenn sie dir gut zuhören.

Wir haben in Deutschland genau 9 Wochen benötigt von dem Entschluss zu gehen bis zum Abflug. In dieser Zeit verkauften wir unser wunderschönes Haus, reduzierten unseren gesamten Besitz auf 6 Koffer, starteten Onlinesprachkurse, bereiteten alle Formalitäten für den Aufenthalt in Mexiko vor, arbeiteten zum Teil noch, unterrichteten unser Kind zu Hause und nahmen uns Zeit für Freunde sowie für das Leben im Jetzt. Es ist wirklich alles möglich, wenn man klar ist.

Wir wurden in dieser Zeit von dir begleitet und dafür möchten wir uns bedanken! Aufgrund deines Knowhows und mithilfe deiner Unterstützung waren wir fokussiert und verloren uns nicht in Anträgen, Dokumentenversand etc..

Ich verfolge deinen Kanal weiterhin täglich und bin glücklich, auf mein Bauchgefühl gehört zu haben. Die Frage ist doch: “Worauf willst du warten?“ oder „Was soll noch passieren, damit du dieses Land verlässt?“

Ich kann nur jeden ermutigen, der es fühlt – aber sich nicht traut – einen Schritt nach vorne zu wagen, hin zu einer Entscheidung. Los oder nicht los, so simpel sehe ich es mittlerweile.

Mein Mann und ich haben viele Hürden nehmen dürfen. Wir haben nach Ankunft in Mexiko und einer kurzen Urlaubsphase zunächst eine Sprachschule besucht. Zeitgleich schlossen wir die nötigen Schritte ab, um jeweils unsere Residencia Temporal final zu erhalten. Die Mitarbeiter des Instituto Nacional Migracion in Cancún waren dabei nicht sehr hilfsbereit – umso schöner war es, die Karten schließlich in den Händen zu halten.

Es ist wie du sagst: die Sprache ist das A und O. Ich konnte im April 2021 kein einziges Wort spanisch, mittlerweile finden wir uns mit alltäglichen Dialogen einigermaßen gut zurecht.

Da uns das Klima in QuintanaRoo/ Yucatan nicht gefiel, entschlossen wir uns weiterzureisen. Wir haben einen Roadtrip quer durchs Land gemacht – 1800 km. Es war mutig und wir wurden mit wunderschönen Eindrücken belohnt.

Nun sind wir in einer Stadt angekommen, wo wir unsere Zelte aufgeschlagen haben. Wir konnten ein Haus mieten, unser Kind besucht eine Schule, wir kauften ein Auto und nehmen die schönen Seiten dieses Landes auf. Wir beobachten die Einheimischen und erfreuen uns an deren Bräuchen.

Wer nicht will, findet Gründe – wer will, findet Wege! Es ist alles anders auf diesem Erdteil und es hat auch Kraft gekostet. Es gibt auch Momente der Sehnsucht. Aber wir spürten in Deutschland, wie wichtig uns Freiheit ist und ohne diese sind viele andere Dinge für uns nichts wert.

Wir atmen seit 12 Wochen wieder frei und genießen es in Restaurants essen zu gehen. Die Sonne scheint und die Momente dieses neuen Lebens sind uns sehr bewusst.

Keiner weiß, was die Zukunft bringt und diesbezüglich bleiben wir daher flexibel.

Aber das alles geht von hier aus wohl weitaus besser als von Deutschland aus. Es war bereits im Frühjahr unerträglich und derzeit könnten wir es in diesem wahnsinnigen System nicht mehr ertragen. Den Verrat an den Kindern finde ich dabei besonders schlimm.

Wir haben es geschafft uns aus dem System zu lösen. Es war mir sogar ein Leichtes den „Beamtenstatus“ aufzugeben. Dass wir keine Schulden mehr haben, empfinden wir als besonders erleichternd (ein Ende der Versklavung sozusagen).

Bestimmt braucht man auch ein wenig Glück an der einen oder anderen Stelle. Ich möchte den Unentschlossenen sagen, dass es wirklich jeder schaffen kann, der es möchte. Dann kommt das Glück an der richtigen Stelle automatisch dazu.

Danke Klaus, für das Augenöffnen. Wir finden deine direkte Art super. Alles Gute!

Svenja

Danke, Svenja für diese wunderschöne Erfolgsgeschichte. Danke auch für Euer Lob. Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute in einem wunderschönen freien Land – Mexiko.

Wenn Du, lieber Leser, jetzt denkst: „Ich kann das nicht!“ liegst Du falsch. Du kannst das auch! Höre auf Svenja: Wer nicht will, findet Gründe – wer will, findet Wege! Melde Dich, wenn ich Dir auf Deinem Weg helfen kann oder soll. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, gefällt Dir sicher auch dieser Beitrag:

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