Post aus Angstland (Der besten grünen Diktatur)

Täglich erreichen mich Dutzende Zuschriften von Menschen, die mir die Situation im besten Deutschland aller Zeiten schildern. Es sind erschütternde Zeitdokumente, die manchmal nur schwer verdaulich sind. Diese Zuschrift ist ein Beispiel dafür. Ich werde aus den hunderten Zuschriften – sobald ich es schaffe – ein kleines Buch machen. Heute schildert Brigitte eindrücklich Ihre letzten Wochen.

Heartbreaking!

Alle Angaben wie immer verschleiert und anonymisiert.

Lieber Klaus,

nun liegen 4 Wochen zurück, seitdem ich das Telefonat mit dir zum Thema Auswandern hatte, sofern du dich noch daran erinnern kannst.

Ich möchte dir gerne ein Update geben, wo ich gerade im Hinblick zu meinen Auswanderungsplänen stehe. Die letzten 4 Wochen waren für mich so eine Art gedankliche Achterbahnfahrt, die mich körperlich und emotional ganz schön durch geschüttelt und auch geschwächt hat.

Ich weiss dass Angst ein schlechter Ratgeber ist, dennoch sitzt sie mir tagtäglich im Nacken, sodass ich nicht umhin komme mich damit auseinander zu setzen.

Denn wenn ich genauer mein Motiv des Auswandern Wollens betrachte, komme ich zu dem Schluss dass es sich bei mir in erster Linie um Fluchtgedanken handelt. Ich hegte zwar vorher schon den Wunsch, später, wenn ich in den Ruhestand komme, nochmal ( evtl in ein anderes Land) umzuziehen, aber das wären komplett andere Voraussetzungen. 

Auch als ich 198x als junge Frau von meiner Neugierde getrieben in die Welt zog, in den USA und Hawaii lebte, stark und tatenkräftig war und noch von meinen Fehlern lernen konnte, das waren auch andere Voraussetzungen.
Jetzt, im Alter von 6x Jahren noch einmal Alleine in einem fremden Land / Kontinent durchzustarten, mich beruflich neu zu erfinden, das ist schon eine andere Hausnummer. Meine Eltern ( mit 8x/8x Jahren, getrennte Haushalte) zurück zu lassen fällt mir sehr schwer, insbesondere auch die Tatsache dass ich mit meinem Lebensgefährten ( seit 1x Jahren)  getrennte Wege gehen muss. Dennoch komme ich nicht umhin mir einzugestehen, dass keine der genannten Personen mir Verständnis entgegen zu bringen scheint und meine Einstellung zum Zeitgeschehen in unserem Land teilen kann.

Ich möchte den Rest meines Lebens nicht in einer Diktatur verbringen!

Weiter zu machen wie bisher ist für mich unter den gegebenen Umständen keine Option,  zumal ich mich nicht einmal In der Lage sehe meinen Arbeitsplatz zu halten, mit Maskenzwang, angehenden Impfzwang, Umsetzung einer kranken Pädagogik, was mir in meiner Position als xxx so abverlangt wird. 

Meine Verzweiflung scheint so gross geworden zu sein, dass ich mich nun bei Dir, einer komplett fremden Person, die ich über das Internet glaube zu kennen, sozusagen ausheule. Ich weine auch während ich diese Zeilen schreibe, verzeih mir bitte, aber dies ist eben der Standort an dem ich mich gerade befinde.

Der Grund dir zu schreiben soll jedoch ein Anderer sein. Ich möchte mich nach Vorne bewegen, raus aus der Angst, raus aus der Lähmung, rein ins Tun! Dazu benötige ich die Begleitung, die du mir angeboten hast. 

Zur aktuellen Situation, was ich bereits getan habe: 

  • Ich habe einen aktuellen Reisepass ( hatte ihn vorsorglich schon im xxx 2020 beantragt)
  • am xxx habe ich einen Termin um ein polizeiliches Führungszeugnis zu beantragen ( Ämterbesuche sind sehr langwierig und nur mit Termin möglich)
  • hatte Gespräche mit meinem Partner, der über meine Pläne Bescheid weiss und klar Stellung bezogen hat, dass er nicht mitgehen wird, aber bereit ist Vorkehrungen zu treffen, wenn ich die Wohnung verkaufen will. 
  • Intensive Recherchen über mögliche Länder, die für eine Auswanderung in Frage kommen: Habe lange über Finnland nachgedacht ( weiss jedoch nicht wie ich da zur Zeit rein kommen kann und bin mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt gut ist in der EU zu bleiben) Zur Zeit beschäftige ich mich mit Panama, auch Mexico ist nicht mehr so abwegig.
  • Die USA sind meine erste Wahl, jedoch der Weg über das Investorenvisum erscheint mir im Moment zu schwierig. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wenn ich die Kraft dazu habe wirklich mit einem Business durchzustarten. 
  • ich habe die Vorstellung erst mal in ein Land wie Panama, Mexico, Costa Rica zu gehen, den Bewohnerstatus zu beantragen und zu einem späteren Zeitpunkt meine Wohnung zu verkaufen.
  • ich habe die finanziellen Mittel die ersten 3-6  Monate ohne Einkommen auszukommen um Sprache zu lernen und mich einzufinden.
  • Arbeitsvertrag läuft zum xxx aus, sofern ich den Mut aufbringe bis Mitte xxx zu kündigen.
  • Es ist noch Viel zu tun, noch fehlt mir die nötige 

Dies sollte nun eine Standortbestimmung sein, wie es weiter geht und inwiefern ich deine Hilfe in Anspruch nehmen kann, müsste noch geklärt werden.

Herzliche Grüsse nun aus dem Frankenland und dem hoffentlich bald wieder berühmten Nürnberg ( Nürnberger Prozesse)

Renate

Mich überkommt die nackte Wut, wenn ich so etwas lese. Die Diktatur und die Diktatoren treiben anständige Menschen aus dem Land, aus ihrer Verwurzelung, aus ihrer Angebundenheit.

Die Nazis waren böse. Die DDR war schlimm. Aber dieses verkommene Regime übertrifft alles bisher Dagewesene.

ALLES!

Und das werden die Lemminge, die Mitläufer, die Schlafschafe auch irgendwann kapieren. Wenn es zu spät ist.

Für Renate ist es nicht zu spät. Ich werde ihr helfen, wenn sie dies möchte.

  1. Günter R

    Sehr berührende Zeilen. Ich denke, es wird auf zwei Optionen dauerhaft hinauslaufen. Innere und äußere Flucht. Diejenigen, die sich in Enklaven als Selbstversorger zu typischen Gemeinden z. B. in Meck Pomm zusammen finden und die andere Gruppem, die sowohl die Resourcen als auch den Mut oder die Fähigkeiten mitbringen, das Land in Scharen zu verlassen.

  2. Hallo, So angstlich sehe ich die Stellung von der Zuschrift „Renate“ nicht. Natuerlich ist es ein Loslösungsprozess, aber ich sehe viel Mut darin einen schon länger schwelenden Wunsch letzt umzusetzen. Ich hab das schon mehrfach gemacht.
    Ich könnte evtl in Andalusien helfen, wenn Du meine Email weitergeben magst.

    Eine Botschaft an Renate: Kopf hoch, wir gehen jetzt alle neue Wege. Gesegnet sind die, die es aus eigener Entscheidung tun.
    Ralf

  3. Gabriele Wahler

    Ich wünsche Renate alles Gute, nein, das Beste. Ich kann die Gedanken und den Prozess gut nachvollziehen, da ich mich gerade in der gleichen Situation befinde. Die Speditionen hier im Umkreis haben keine Lager Möglichkeiten mehr, da so viele Leute gehen, das Land verlassen. Es ist und bleibt ein nicht zu beschreibendes Verbrechen, was an unserem Volk angerichtet wird.

  4. Die Lemminge müssen wach gerüttelt werden. Von alleine wachen sie erst auf, wenn es zu spät ist. Dann gibt es nur noch den Weg eines Putches / Bürgerkrieges.

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